Zusammenhalt in Fischerbach in Zeiten des Coronavirus

Bürgermeister Thomas Schneider informiert über Angebote in Zeiten des Coronavirus und ruft besonders junge Menschen zur Mithilfe auf. 

Räumliche Trennung ist zurzeit das Rezept zur Vermeidung einer drastischen Vermehrung der Coronaviren: „Wer nicht beruflich oder aus dringendem Grund unbedingt unterwegs sein muss, sollte zuhause bleiben und damit bei sich und den Menschen in seinem direkten Umfeld eine Infektion vermeiden“, schreibt Fischerbachs Bürgermeister Thomas Schneider am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung.

Für die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Getränken und weiteren Dingen des täglichen Bedarfs müsse man jedoch zum Einkaufen das Haus verlassen. Personen, für die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Coronavirus-Erkrankung besteht, sollten aber auch dies nach Möglichkeit vermeiden.

Dazu gehören: Personen, die älter als 60 Jahre sind, Personen mit Grunderkrankungen wie chronische Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs und Personen mit Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen. 

Lieferservice für Risikogruppen

„Ich freue mich, dass auch in Fischerbach die Menschen solidarisch sind und sich um einander kümmern, auch indem sie in ihrer Nachbarschaft nachfragen, ob Einkäufe übernommen werden können“, heißt es weiter ins Schneiders Text. Darüber hinaus biete das Fischerbacher „Lädele“, „Ihr Kaufmann“ Meinrad Volk für Menschen aus der Risikogruppe einen Lieferservice an. Bestellungen können telefonisch (• 0 78 32/97 68 41) oder per Fax (Fax 0 78 32/97 68 89) aufgegeben werden. Die Bezahlung könne durch Überweisung einer Rechnung erfolgen, die auch mehrere Lieferungen zusammenfassen könne.- Anzeige –

Service der Apotheken

Auch die Versorgung mit Medikamenten sei möglich: Ärzte faxen dazu das Rezept an eine Apotheke nach Haslach oder Hausach. Die Apotheke liefere dann die Medikamente direkt nach Hause. Die Auslieferung sei ein Service der Apotheken. Da nun auch Speisegaststätten geschlossen haben,  würden alle Fischerbacher Gasthäuser einen Abholservice nach telefonischer Vorbestellung anbieten.

Das Gasthaus „Fuxxbau“ kocht laut Schneider Montag, Dienstag und Sonntag, das Gasthaus „Engel“ Mittwoch, Donnerstag und Sonntag, das Gasthaus „Ochsen“ Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils mittags von 11.30 bis 13.30 Uhr und abends von 17 bis 19 Uhr, sonntags bereits ab 16 Uhr. 

Die Speisekarten gibt es auf der jeweiligen Internetseite oder kann  telefonisch erfragt werden. Für Menschen aus der Risikogruppe könne das Essen auch geliefert werden, so Schneider. Alle Vorsitzenden der Fischerbacher Vereine haben sich laut dem Rathauschef zur Mithilfe durch ihre Mitglieder bereit erklärt. Fallen im „Lädele“ oder in den Apotheken größere Auslieferungen an, so stünden auch hier die Vereine helfend zur Seite.

Bürgergemeinschaft koordiniert

Die Koordination der Belieferung erfolgt über die Bürgergemeinschaft Fischerbach (• 0 78 32/9 74 09 88, Fax 0 78 32/9 74 32 54, Mobil 01 57/88 44 48 40). „Hier können sich jetzt schon Freiwillige melden. Aufgerufen sind vor allem jüngere Menschen. Auch wenn dieses System vielleicht noch an der einen oder anderen Stelle nachjustiert werden muss, sollten wir alle versuchen, es in Gang zu bringen. Letztendlich dient es dazu, Menschenleben zu retten und Existenzen zu sichern“, schreibt Schneider. 

Er bedanke sich bereits jetzt bei allen Mitwirkenden und Helfern. „Lassen Sie uns zeigen, dass wir in Fischerbach in dieser schweren Zeit zusammenstehen und sie gemeinsam meistern. Reduzieren Sie Ihre Kontakte und bleiben Sie gesund“, lautet der Aufruf des Rathauschefs.

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